Web-Glossar
Klare Erklärungen der technischen Webbegriffe, die in den Tipps und Anleitungen immer wieder auftauchen – Web-Grundlagen, Domains und DNS, E-Mail, Sicherheit und HTTPS, Datenschutz und Tracking, SEO sowie Leistung und Caching.
Verständliche Erklärungen der Fachbegriffe, die in den Tipps und Anleitungen immer wieder auftauchen. Sie brauchen kein Vorwissen – überfliegen Sie einfach den Abschnitt, der Sie gerade interessiert. KI-Fachbegriffe stehen im separaten KI-Glossar.
Web-Grundlagen
URL — Uniform Resource Locator. Die vollständige Adresse einer Seite oder Ressource, etwa https://example.be/contact – bestehend aus Protokoll, Domain und Pfad, manchmal ergänzt um Abfrageparameter und ein #fragment.
HTTP — Hypertext Transfer Protocol. Das Frage-und-Antwort-System, über das Browser und Server Seiten, Bilder und Daten austauschen. HTTPS ist HTTP, abgesichert mit TLS-Verschlüsselung.
Browser / Client — Die Software, die eine Website abruft und anzeigt (Safari, Firefox, Chrome). Im Web-Sprachgebrauch ist der Browser der Client; das System, das ihm antwortet, der Server.
Webserver — Software, die HTTP-Anfragen entgegennimmt und Seiten, Dateien oder andere Antworten zurückliefert. Auch der Rechner, auf dem sie läuft, wird Server genannt.
Webhosting — Der Dienst samt Infrastruktur, der eine Website im Internet erreichbar hält – indem er ihre Dateien speichert oder ihre Anwendung auf einem angebundenen Server ausführt.
API — Application Programming Interface, eine Programmierschnittstelle: ein festgelegter Weg, über den ein Programm oder Dienst Daten oder Aktionen von einem anderen anfordern kann.
Domains & DNS
Domain — Der Name Ihrer Website, etwa example.be. Sie registrieren das Nutzungsrecht über einen Registrar und verlängern es normalerweise jedes Jahr.
Subdomain — Ein Name vor Ihrer Hauptdomain, etwa shop.example.be oder mail.example.be. Sie kann auf eine eigene Website oder einen eigenen Dienst zeigen.
Apex-Domain (Root-Domain) — Die nackte Domain ohne alles davor: example.be statt www.example.be. In der DNS-Verwaltung steht sie oft als @. Manche Eintragstypen – vor allem CNAME – sind an der Apex nicht erlaubt; deshalb bieten Anbieter Behelfslösungen im ALIAS-Stil an.
DNS — Domain Name System. Das Adressbuch des Internets: Es übersetzt einen menschenlesbaren Namen wie example.be in die Zahlenadressen, mit denen Computer arbeiten. Siehe DNS-Einträge erklärt.
A-Eintrag — Verknüpft eine Domain (oder Subdomain) mit einer IPv4-Adresse. Diese Adresse kann zu Ihrem Server führen – oder zu einem Reverse-Proxy, einem Load Balancer oder einer Hosting-Plattform, die davor steht.
AAAA-Eintrag — Dieselbe Idee wie beim A-Eintrag, nur zeigt er auf eine IPv6-Adresse (das neuere, längere Adressformat).
CNAME — Ein Alias: zeigt einen Namen auf einen anderen Namen statt auf eine Adresse, sodass der Eintrag des Ziels weiterverfolgt wird.
MX-Eintrag — Mail Exchanger. Sagt anderen Servern, wohin E-Mails für Ihre Domain zugestellt werden sollen; jeder Eintrag hat eine Prioritätszahl.
TXT-Eintrag — Ein DNS-Eintrag mit freiem Text. Genutzt etwa für die Domain-Verifizierung und für die E-Mail-Einträge SPF, DKIM und DMARC weiter unten.
CAA-Eintrag — Certification Authority Authorization. Listet auf, welche Zertifizierungsstellen TLS-Zertifikate für Ihre Domain ausstellen dürfen. Optional – existiert aber ein CAA-Eintrag und erlaubt Ihre Zertifizierungsstelle nicht, verweigert eine regelkonforme Stelle jede neue Ausstellung, Verlängerungen eingeschlossen. Bestehende Zertifikate bleiben bis zum Ablauf gültig – und ob Sie die Verweigerung überhaupt bemerken, hängt von Ihren Verlängerungs-Warnungen ab.
NS-Eintrag — Nameserver. Listet die Server auf, die für das DNS Ihrer Domain verbindlich („autoritativ“) sind – also die, die die echten Antworten haben.
TTL — Time To Live. Wie lange ein Resolver eine zwischengespeicherte DNS-Antwort wiederverwenden darf, bevor er neu nachfragt. Eine niedrigere TTL verkürzt, wie lange alte Antworten nach einer Änderung noch herumgeistern – senken Sie sie aber vorab und warten Sie erst die alte TTL aus, denn Resolver, die den Eintrag schon im Cache haben, behalten ihn so lange, wie es die mitgelieferte TTL erlaubt. Sofort wird eine Änderung dadurch nicht; eine höhere TTL bedeutet weniger Abfrageverkehr.
DNS-Resolver — Der Dienst, der DNS-Antworten für Ihren Browser oder Ihr Gerät nachschlägt: Er fragt die autoritativen Nameserver und speichert die Ergebnisse für deren TTL zwischen.
DNS-Propagation — Umgangssprachlich das Zeitfenster nach einer DNS-Änderung, in dem alte, zwischengespeicherte Antworten noch ausgeliefert werden. Einträge werden nicht überallhin gleichzeitig verteilt – zwischengespeicherte Kopien laufen erst mit ihrer TTL ab.
DNSSEC — Ergänzt kryptografische Signaturen, damit ein validierender Resolver prüfen kann, dass signierte DNS-Daten unverändert über die Vertrauenskette der Domain gekommen sind. Es verschlüsselt DNS-Abfragen nicht und macht falsch veröffentlichte Einträge nicht richtig – es belegt Echtheit, nicht Korrektheit.
PTR-Eintrag / Reverse-DNS — Ordnet einer IP-Adresse einen Hostnamen zu, in einem eigenen Reverse-DNS-Namensraum – verwaltet normalerweise von dem, der die IP-Adresse bereitstellt, und unabhängig von Ihren A-Einträgen. Am wichtigsten ist das bei E-Mail: Empfänger erwarten oft, dass Vorwärts- und Rückwärts-DNS sinnvoll zusammenpassen.
RDAP / WHOIS — Dienste zum Nachschlagen der Registrierungsdaten einer Domain (Registrar, Daten, Status). RDAP ist der standardisierte Nachfolger des älteren WHOIS-Protokolls – seit 2025 ist es für die gängigen generischen Domains die maßgebliche Quelle. Kontaktdaten sind aus Datenschutzgründen oft geschwärzt.
Registrar-Sperre — Ein Status, der, solange er aktiv ist, gewöhnliche Domain-Transfers blockiert und so einen Weg des Domain-Diebstahls versperrt. Er sichert weder Ihr Registrar-Konto selbst, noch verhindert er unbefugte DNS-Änderungen – dafür braucht es starke Zugangsdaten und MFA.
SMTP — Simple Mail Transfer Protocol. So reichen Mailsysteme ausgehende E-Mails ein und leiten sie untereinander weiter.
IMAP — Internet Message Access Protocol. Lässt ein Mailprogramm Nachrichten lesen und verwalten, die auf dem Server bleiben – Ordner und der Gelesen-Status sind auf allen Ihren Geräten synchron.
SPF — Sender Policy Framework. Ein DNS-TXT-Eintrag, der auflistet, welche Server E-Mails für Ihre Domain versenden dürfen. Er authentifiziert die SMTP-Envelope-/HELO-Domain (die bei der Zustellung zählt) – nicht unbedingt die sichtbare „Von“-Adresse, die ein Leser sieht.
DKIM — DomainKeys Identified Mail. Hängt Ihren ausgehenden Mails eine kryptografische Signatur an; der Empfänger prüft sie gegen einen öffentlichen Schlüssel in Ihrem DNS und bestätigt so die signierende Domain – und dass der signierte Inhalt nach dem Signieren nicht verändert wurde. Geprüft wird eine Signatur, nicht, ob der menschliche Absender echt ist.
DMARC — Baut auf SPF und DKIM auf. Eine Nachricht besteht DMARC, wenn mindestens eines der beiden besteht und die dabei authentifizierte Domain mit der sichtbaren „Von“-Domain übereinstimmt („Alignment“). Der Domaininhaber veröffentlicht eine Richtlinie, die Empfängern sagt, wie sie mit durchgefallenen Mails umgehen sollen – und wohin Berichte gehen. Das dämmt das Fälschen der sichtbaren Domain ein, sofern Empfänger die Richtlinie beachten; eine Zustellgarantie ist es nicht.
DMARC-Alignment — Die Beziehung zwischen der sichtbaren „Von“-Domain und der Domain, die SPF oder DKIM authentifiziert hat. Beim strengen Alignment muss es exakt passen; beim lockeren reicht dieselbe Organisationsdomain. Damit DMARC besteht, muss mindestens eine Prüfung bestehen, deren Domain auch passt.
Groß-/Kleinschreibung bei E-Mail-Adressen — Bei der Domain hinter dem @ spielt Groß-/Kleinschreibung keine Rolle. Der Teil davor darf technisch gesehen zwischen groß und klein unterscheiden, auch wenn viele Anbieter unterschiedliche Schreibweisen als dasselbe Postfach behandeln. Bewahren Sie die Adresse für Anzeige und Zustellung so auf, wie der Nutzer sie eingetippt hat; wenn Sie sie für den Kontoabgleich vereinheitlichen, dann konsequent – und gehen Sie nicht davon aus, dass jeder Anbieter dieselben Regeln anwendet.
Open Relay — Ein Mailserver, der E-Mails für jedermann weiterleitet, nicht nur für die eigenen Nutzer. Spammer missbrauchen so etwas – ein Mailserver darf deshalb nie offen bleiben.
Bounce — Die Rückmeldung, dass eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte. Ein Hard Bounce meldet ein dauerhaftes Problem (z. B. Adresse existiert nicht), ein Soft Bounce ein vorübergehendes (z. B. Postfach voll). Siehe Warum Ihre E-Mail zurückkam.
DNSBL / Blockliste — Eine per DNS abfragbare Liste von IP-Adressen oder Domains, die die Missbrauchs- oder Richtlinienkriterien des Listenbetreibers erfüllen – gelistet zu sein heißt nicht immer, nachweislich gespammt zu haben. Manche empfangenden Mailsysteme ziehen solche Listen als einen Faktor von mehreren heran, wenn sie entscheiden, was mit einer Mail passiert. Älterer Name: RBL, umgangssprachlich „Blacklist“. Siehe Von einer E-Mail-Blacklist herunterkommen.
Greylisting — Eine Spam-Abwehr, die Mails eines unbekannten Absenders beim ersten Versuch vorübergehend abweist. Sauber konfigurierte Mailserver versuchen es normalerweise erneut und kommen durch, viele Spam-Versender nicht – ein nützlicher Filter, keine Garantie.
Sicherheit & HTTPS
HTTPS — HTTP über TLS. Es sorgt für Verschlüsselung, Schutz vor Manipulation und Authentifizierung zwischen dem Browser und dem TLS-Endpunkt, mit dem er sich verbindet. Beendet ein Reverse-Proxy oder CDN die TLS-Verbindung, ist die Strecke weiter zu Ihrem Ursprungsserver eine eigene Verbindung – und muss ebenfalls geschützt werden.
TLS / SSL — Das Protokoll, das eine HTTPS-Verbindung verschlüsselt. TLS ist der aktuelle Standard, SSL sein veralteter Vorgänger – der alte Name hält sich im Alltag aber hartnäckig.
HSTS — HTTP Strict Transport Security. Ein Antwort-Header, der einem Browser, der die Regel einmal gelernt hat, sagt: für diesen Host eine festgelegte Zeit lang nur noch HTTPS. Das schützt spätere Besuche; der allererste Kontakt eines Browsers ist nur durch Preloading (eine vorab im Browser hinterlegte Liste) abgedeckt. Setzen Sie die Option includeSubDomains mit Bedacht ein.
Zertifikat (Certificate) — Ein digitales Dokument, das Domainnamen an einen öffentlichen Schlüssel bindet – ausgestellt von einer Zertifizierungsstelle nach einer Prüfung – und HTTPS erst möglich macht. Die meisten Alltagszertifikate bestätigen nur die Kontrolle über die Domain; manche Typen enthalten zusätzlich geprüfte Firmenangaben. Keines belegt, dass das Unternehmen hinter der Website seriös oder sicher ist. Zertifikate laufen ab und müssen rechtzeitig erneuert werden.
Mixed Content — Eine sichere HTTPS-Seite, die trotzdem einzelne Ressourcen (ein Bild, ein Skript) über ungesichertes HTTP lädt. Browser warnen davor oder blockieren sie – liefern Sie deshalb alles über HTTPS aus.
CSP — Content Security Policy. Eine Richtlinie, die festlegt, von wo eine Seite Skripte, Stylesheets, Frames und andere Ressourcen laden darf – das begrenzt den Schaden von Cross-Site-Scripting und eingeschleusten Inhalten. Liefern Sie sie als echten HTTP-Antwort-Header aus – manche Anweisungen (etwa frame-ancestors) werden in einem <meta>-Tag ignoriert. Siehe Überall HTTPS und Sicherheits-Header.
WAF — Web Application Firewall. Ein Filter, der HTTP-Anfragen untersucht und gängige Angriffsmuster blockiert, bevor sie Ihre Website erreichen. Nützlich – aber kein Ersatz für sicheren Code und zügige Updates.
Reverse-Proxy — Ein Server, der vor Ihrem Ursprungsserver steht, Anfragen zuerst entgegennimmt und sie weiterreicht. Er kann Caching, TLS-Terminierung, Filterung, Lastverteilung und DDoS-Schutz beisteuern. Siehe Brauchen Sie einen Reverse-Proxy oder ein CDN?.
Datenschutz & Tracking
localStorage — Speicher im Browser, gebunden an eine Website (Origin). Er kann Besuche überdauern, wird aber – anders als ein Cookie – nicht automatisch mit jeder Anfrage an den Server geschickt. Einwilligungs- und Datenschutzregeln hängen nicht am Wort „Cookie“: Daten auf dem Gerät eines Besuchers zu speichern oder auszulesen kann dieselbe Sorgfalt verlangen.
First-Party / Third-Party — First-Party stammt von der Website, die Sie bewusst besuchen. Third-Party kommt von einem anderen Anbieter, den diese Website lädt oder kontaktiert – ein Werbenetzwerk, ein eingebettetes Video, ein Spamschutz-Dienst. Achtung: Die technische und die rechtliche Sicht unterscheiden sich. Ein technisch fremder Dienst kann rechtlich Ihr Auftragsverarbeiter sein – beurteilen Sie Datenschutzrollen also nach Zweck und Beziehung, nicht nach Domainnamen.
Personenbezogene Daten — Nach der DSGVO Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen. Namen, E-Mail-Adressen, Konto-Kennungen, IP-Adressen und Kombinationen technischer Signale können darunterfallen – je nach den Umständen.
Verantwortlicher / Auftragsverarbeiter — Nach der DSGVO entscheidet der Verantwortliche, warum und wie personenbezogene Daten verarbeitet werden; ein Auftragsverarbeiter verarbeitet sie in dessen Auftrag und nach dessen Anweisungen. Die Rolle hängt an der einzelnen Verarbeitungstätigkeit – dieselbe Firma kann bei einer Tätigkeit Auftragsverarbeiter sein und bei einer anderen Verantwortlicher.
Fingerprinting — Einen Besucher an einer Kombination aus Browser-, Geräte-, Netzwerk- und Konfigurationsmerkmalen wiedererkennen oder unterscheiden – manchmal ganz ohne Cookie. Wer Cookies weglässt, lässt damit nicht die Datenschutzregeln weg: Einwilligungs- und Informationspflichten können auch fürs Fingerprinting gelten.
SEO
Crawling / Indexierung — Crawling heißt: Eine Suchmaschine entdeckt eine Seite und ruft sie ab. Indexierung heißt: Sie wertet die Seite aus und speichert sie für den möglichen Einsatz in den Ergebnissen. Eine Seite kann gecrawlt werden, ohne indexiert zu werden – und wer das Crawling in der robots.txt blockiert, kann verhindern, dass die Suchmaschine eine noindex-Anweisung je zu sehen bekommt.
noindex — Eine Anweisung pro Seite (ein Meta-Tag oder Header), die regelkonformen Suchmaschinen sagt, die Seite nicht in ihren Index aufzunehmen. Der Crawler muss die Seite abrufen dürfen, um sie zu sehen.
Canonical-URL — Die bevorzugte, stellvertretende Version einer Seite, auf der Suchmaschinen zusammenführen sollen, wenn mehrere URLs ähnliche Inhalte zeigen – gesetzt mit einem rel="canonical"-Tag. Ein Hinweis, kein Befehl – und es muss nicht das „Original“ sein, nur die Version, die indexiert werden soll.
301 — Moved Permanently, dauerhaft umgezogen. Sagt Besuchern und Suchmaschinen, dass die Ressource dauerhaft eine neue URL hat. Suchmaschinen können das als starkes Signal zum Zusammenführen werten – ohne Garantie, wie viel Ranking-Wert mitwandert.
302 — Found; meist als vorübergehende Weiterleitung genutzt – die ursprüngliche URL bleibt die, die man weiter verwenden soll. Wie Suchmaschinen darum herum indexieren, ist ihre Sache und kann sich ändern – ist ein Umzug dauerhaft, sagen Sie das mit einer permanenten Weiterleitung.
404 — Not Found, nicht gefunden. Der Server hat unter dieser URL derzeit keine Seite – oder verrät keine – und der Code sagt nichts darüber, ob das vorübergehend oder endgültig ist. Geben Sie Besuchern eine hilfreiche eigene 404-Seite, die trotzdem den Status 404 zurückgibt (eine „Nicht gefunden“-Seite, die mit 200 antwortet, wird zum Soft 404) – siehe 404-Fehlermeldungen erklärt.
410 — Gone, dauerhaft weg. Die Ressource gibt es nicht mehr, und der Server hält diesen Zustand für voraussichtlich dauerhaft – ein stärkeres Signal als 404 für Inhalte, von denen Sie wissen, dass sie nicht zurückkommen.
503 — Service Unavailable, vorübergehend nicht verfügbar. Ein Zustand auf Zeit, nützlich bei Überlastung oder geplanter Wartung – schicken Sie nach Möglichkeit einen Retry-After-Header mit, und lassen Sie eine Website nicht endlos mit 503 antworten.
robots.txt — Eine Datei im Stammverzeichnis Ihrer Domain, die Crawler bittet, bestimmte Pfade nicht zu crawlen. Eine Bitte, kein Schloss – und keine Sicherheitsmaßnahme.
Sitemap — Eine XML-Datei mit den URLs, die Suchmaschinen entdecken und fürs Crawling in Betracht ziehen sollen, optional mit etwas Metadaten. Sie garantiert weder Crawling noch Indexierung.
Title-Tag — Der HTML-<title> einer Seite. Suchmaschinen nutzen ihn oft als klickbare Überschrift in den Ergebnissen – schreiben ihn aber auch mal um. Siehe Eindeutige Titel und Meta-Tags.
Meta-Description — Eine kurze Zusammenfassung der Seite, die Suchmaschinen unter Ihrem Titel in den Ergebnissen zeigen können. Eine gute Description kann mitentscheiden, ob jemand klickt – doch ob und wie die Suchmaschinen sie nutzen, entscheiden sie selbst.
hreflang — Markup, das die gleichwertigen Sprach- oder Regionalversionen einer Seite kennzeichnet, damit unterstützende Suchmaschinen pro Besucher die passende auswählen können. Ein Signal, das sie nutzen können – keine Garantie, dass sie es tun.
Strukturierte Daten / JSON-LD — Maschinenlesbares Markup (meist im JSON-LD-Format), das Ihre Inhalte beschreibt – ein Produkt, eine Veranstaltung, eine FAQ –, damit Suchmaschinen sie verstehen und womöglich reichere Ergebnisse anzeigen.
E-E-A-T — Experience, Expertise, Authoritativeness, Trust: Erfahrung, Fachwissen, Autorität, Vertrauen. Ein Qualitätskonzept aus Googles „Search Quality Rater Guidelines“, kein einzelner Wert und kein direkter Rankingfaktor. Siehe E-E-A-T erklärt.
Leistung & Caching
CDN — Content Delivery Network. Über die Welt verteilte Server, die Ihre statischen Dateien nah bei den Besuchern zwischenspeichern können – bei Cache-Treffern und mit vernünftigen Regeln drückt das die Wartezeit für weit entfernte Nutzer. Siehe Brauchen Sie einen Reverse-Proxy oder ein CDN?.
Cache — Eine gespeicherte Kopie von Inhalten, aufbewahrt, damit sie schnell ausgeliefert werden kann, ohne jedes Mal neu geholt oder neu erzeugt zu werden.
Cache-Control — Ein HTTP-Header, der festlegt, ob und wie lange Browser und andere Caches eine Antwort speichern dürfen. Seine Anweisungen werden oft falsch verstanden: no-cache erlaubt eine Kopie, verlangt aber vor der Wiederverwendung eine Rückfrage beim Server (es heißt nicht „nicht cachen“); no-store sagt regelkonformen Caches, gar keine Kopie zu behalten – was nicht ausschließt, dass Protokolle oder andere Systeme eine behalten; private erlaubt nur dem Browser des Besuchers das Speichern, nicht geteilten Caches wie einem CDN. Siehe Cache-Control.
TTL (Browser vs. Edge) — Umgangssprachliche Kurzform dafür, wie lange eine gespeicherte Kopie als frisch gilt – im Browser des Besuchers und am CDN-Edge, und beides kann sich unterscheiden (max-age, s-maxage, Cache-Konfiguration). Frische ist ein Versprechen über die Wiederverwendung, nicht über die Aufbewahrung: Ein Cache darf eine Datei früher rauswerfen, und eine abgelaufene Kopie wird nicht gelöscht, sondern muss vor der normalen Wiederverwendung erst wieder beim Server bestätigt werden.
TTFB — Time To First Byte. Die Zeit zwischen der Anfrage nach einer Ressource und dem ersten Byte der Antwort – Verbindungs-, Netzwerk- und Server-Rechenzeit zusammen.
Komprimierung — Verkleinert Textdateien (HTML, CSS, JavaScript) für die Übertragung, meist mit Brotli oder gzip, bevor sie an den Browser gehen.
WebP — Ein Bildformat mit verlustbehaftetem und verlustfreiem Modus, Transparenz und Animation, das bei ähnlicher Qualität kleinere Dateien liefern kann als ältere Formate – vergleichen Sie echte Umwandlungen Ihrer eigenen Bilder, statt es einfach anzunehmen.
AVIF — Ein Bildformat mit effizienter verlustbehafteter und verlustfreier Komprimierung, Transparenz und HDR-Unterstützung – oft noch kleiner. Vergleichen Sie echte Umwandlungen, und halten Sie Fallbacks bereit, wo die Browser Ihres Publikums sie brauchen.
Responsive Bilder — Ein Bild in mehreren Größen oder Formaten anbieten (per srcset/sizes oder <picture>), damit der Browser eine Variante wählen kann, die zum Bildschirm des Besuchers passt, statt eine viel zu große Datei zu laden.
Core Web Vitals (LCP / CLS / INP) — Messwerte für Ladezeit, visuelle Stabilität und Reaktionsschnelligkeit, die Google derzeit als „Core Web Vitals“ zusammenfasst. Siehe Core Web Vitals erklärt.
Minifizierung — Entfernt überflüssige Zeichen (Leerzeichen, Kommentare) aus HTML, CSS und JavaScript, um Dateien zu verkleinern, ohne ihr Verhalten zu ändern.
Render-blockierende Ressource — Ein Stylesheet oder Skript, das der Browser verarbeiten muss, bevor er die Seite anzeigen kann. Zu viele davon verzögern den ersten sichtbaren Inhalt.
Lazy Loading — Bilder und andere Ressourcen außerhalb des sichtbaren Bereichs erst laden, wenn der Besucher in ihre Nähe scrollt – so lädt die Seite anfangs schneller. Nur für wirklich nicht sichtbare Inhalte: Laden Sie das große Bild ganz oben nie per Lazy Loading, und reservieren Sie die Abmessungen, damit nichts springt.
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